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Foto: Matthias Leitzke

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Best Practice Interview

Mit Astrid Meine, Lehrkraft an der Aueschule Wendeburg

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2014 bewarb sich Astrid Meine, Lehrkraft an der Aueschule Wendeburg, mit einem spannenden Projekt in der Autostadt als Partnerschule. Im Interview erzählt sie uns von den Projektphasen, ihren Ergebnissen und den nachhaltigen Veränderungen in der Schule:

An welcher Schule sind / waren Sie aktiv, als sie das Projekt Autostadt Partnerschule zu werden initiiert haben?
Das Partnerschulprojekt wurde an der Aueschule Wendeburg durchgeführt. Sie ist eine Oberschule im ländlichen Bereich. Die Projektidee entwickelten die Schülerinnen und Schülern der damaligen 8. Klasse. In meiner Funktion als Klassenlehrerin und als Leiterin des Fachbereichs Mobilität habe ich mich mit der Klasse in der Autostadt mit dem Partnerschulprojekt beworben. Auch jetzt arbeite ich noch an der Aueschule.

Welches Thema hatte ihr Projekt und welche Ergebnisse wurden erzielt? Wie kam es zu der Projektidee?
Das Projekt trug den Titel:
Schritt für Schritt zu mehr Nachhaltigkeit,
„Ökologischer Fußabdruck“


Die Projektidee ist dadurch entstanden, dass wir in unterschiedlichen Fächern verschiedene Themen durchgenommen haben, die sich z.B. mit dem Klimawandel, mit Naturkatastrophen oder auch mit der Verantwortung des Menschen für die Umwelt beschäftigt haben. Das Interesse der Schülerinnen und Schüler war geweckt, und wir wollten uns damit ausführlicher und ganzheitlicher beschäftigen.

Ganz im Sinn der Leitziele unserer Schule war dieses Projekt so angelegt, dass die ganze Schulgemeinschaft angeregt werden sollte über die Umwelt und das eigene Verbraucherverhalten zu reflektieren, und aus den Erkenntnissen zukunftsorientierte Verhaltensveränderungen zu entwickeln. Nachdem die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8.3 die Aspekte des ökologischen Fußabdrucks für sich selbst erschlossen hatten, gestalteten sie einen Flyer zur Information der Schulgemeinschaft und drehten+ in der Autostadt einen Film. Dieser Film wurde allen Schülerinnen und Schülern zur Einstimmung gezeigt. Es folgte für alle eine Projektwoche z.B. zu den Themen: „Mit dem Auto unterwegs“, „Wenn einer eine Reise tut…“, „Mit dem Fahrrad unterwegs“, „Wir planen einen Gartenteich“. Der fächer- und jahrgangsübergreifende Projektunterricht unter Einbeziehung des Curriculums Mobilität und der Bildung für nachhaltige Entwicklung eröffnete vielen Jugendlichen eine neue Sichtweise. Durch die Evaluation am Ende des Projekts konnte nachgewiesen werden, dass die Projektwoche bei den Schülerinnen und Schülern ein Umdenken ausgelöst hat.

War das Projekt nachhaltig, das heißt, wurde es oder wird es noch weiter an der Schule fortgeführt?
Nachhaltig war das Projekt insbesondere für die Projektklasse. Fast alle gaben hinterher an, dass sie durch das Projekt selbstbewusster geworden sind. Das freie Sprechen vor der Klasse, vor den Lehrkräften, vor der Schülerschaft, vor der Kamera und mit Passanten wurde dabei ebenso genannt, wie die erweiterte Sachkompetenz im Bereich der Nachhaltigkeit. Bei der Frage: „Was gehört für dich zu einem bewussten und glücklichen Leben“ antwortete ein großer Teil der Klasse, dass eine „gesunde“ Erde und ein nachhaltiger Lebensstil für sie wichtig seien. Häufig wurde genannt, dass sich die Achtung vor anderen Menschen und der eigenen Familie erhöht habe.

Außerdem entwickelten sich durch das Projekt an der Schule viele neue Ansätze. Der im Projekt entstandene Plan für einen Gartenteich konnte inzwischen umgesetzt werden. So ist auch z.B. eine Schülerfirma entstanden, die sich der Hege und Pflege von Bienen widmet und den gewonnenen Honig verkauft. In den Klassen gibt es Energiewächter und die Leitziele unserer Schule orientieren sich noch stärker an einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Im letzten Jahr ist unsere Schule zu unserer großen Freude als Umweltschule zertifiziert worden!

Gab es Herausforderungen beim Projekt?
Herausforderungen gab es vielfältige. Die Schülerinnen und Schüler der Projektklasse hatten z.B. noch nie vor einer Kamera gestanden und mussten lange üben, um ihre Szenen so zu drehen, dass sie damit zufrieden waren. Da an der Projektwoche alle Schülerinnen und Schüler beteiligt waren und alle die Möglichkeit hatten ihr Projektthema frei zu wählen, war die Einteilung aufwendig. Einige Projekte wurden von vielen Jugendlichen angewählt, andere gar nicht. Also musste die Planung umgestellt werden. Lehrkräfte arbeiteten sich in neue Themenfelder ein und der Besuch von außerschulischen Lernorten musste ergänzt und umgestellt werden. Insgesamt war der organisatorische Aufwand sehr groß und nur dadurch zu bewältigen, dass eine Gruppe von Lehrkräften intensiv an der Erarbeitung und Umsetzung mitgearbeitet hat. Ohne diese Unterstützung hätte die Projektklasse das Projekt nicht umsetzen können.

Wie hat die Autostadt Sie bei der Realisierung des Projekts unterstützt?
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Autostadt haben die Schülerinnen und Schüler der Projektklasse intensiv unterstützt und angeleitet. Die Filmszenen wurden in der Autostadt zu einem Film zusammengeschnitten. Das hätten wir so gar nicht leisten können. Viele unserer Projektgruppen haben in der Projektwoche an einem Workshop der Autostadt teilgenommen und kamen begeistert von dort zurück. Die Ansprechpartner der Autostadt haben mit uns gemeinsam Probleme gelöst, haben uns bei der Suche nach außerschulischen Lernorten unterstützt und haben uns ihr Wissen gewinnbringend zur Verfügung gestellt.

Was möchten Sie anderen Schüler*innen und Lehrkräften mitgeben?
Es war viel Aufwand – aber es hat sich definitiv gelohnt!

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Weitere Informationen

Auch im nächsten Schuljahr geht das Projekt in die nächste Runde – als Autostadt Bildungskampagne! Mehr dazu bald hier oder unter bildung@autostadt.de.